• Warum?!

    Liebe, die erwidert wird, ist das schönste, was meiner Meinung nach einem Menschen passieren kann. Es ist dieses Gefühl, dass man nichts anderes benötigt, dass alles unwichtig erscheint, so lange man nur zusammen sein kann.
    Und unerwiderte Liebe... Nunja. Es ist vielleicht schlimmer, wenn man selbst liebt, aber nicht weiß, ob man geliebt wird, wenn die Fragen einen jeden Moment quälen, einem einfach nicht aus dem Kopf gehen.
    Aber auch bewusste unerwiderte Liebe kann so grausam sein.
    Zu wissen, dass man nicht geliebt wird und gleichzeitig auch zu wissen, dass man selbst dieses Gefühl nicht unterdrücken kann, dass dieses Gefühl so präsent ist, aber doch so hoffnunglos... Ich finde, das ist das grausamste, was einem Menschen wiederfahren kann.
    Denn selbst, wenn man weiß, dass man keine Chancen hat, dass einfach keine Hoffnung besteht, kann man seine eigenen Gefühle nicht unterdrücken, sie existieren, sie sind da. Und scheinbar nichts kann sie aufhalten.
    Es ist ein Gefühl, als würde man von innen her zerrissen.
    Man soll die Hoffnung nicht aufgeben... Doch ist dies ein Zustand, bei welchem man die Hoffnung aufgeben muss, damit man nicht weiter von innen her zerrissen wird, damit man selbst nicht noch mehr leidet. Man muss vergessen. Aber vergessen scheint oft so schwer.  Besonders wenn man ein Mensch ist, der eigentlich nie die Hoffnung aufgibt. Der an Utopien glaubt. Und davon überzeugt ist, dass diese möglich sind und dafür kämpft. Solch einem Menschen kann man nicht einfach sagen, gib auf. Denn es liegt in seiner Natur niemals aufzugeben. Dieser Mensch ist naiv, ja. Er wird alles versuchen um das Glück zu erreichen. Weil er eben nie die Hoffnung aufgibt.
    Doch.
    Selbst bei solch einem Menschen tritt irgendwann die Erkenntnis ein, dass es nicht weitergeht. Das ein Schritt zurück nicht gleichbedeutend mit Rückschritt ist. Sondern, dass dieser Schritt vielmehr neue Wege eröffnet. Aber dennoch. Von der Erkenntnis, bis zur Umsetzung dauert. Dauert lange. Und es ist häufig der Fall, dass es ein Schritt ist, den er nicht alleine gehen kann. Er braucht jemanden, der ihn an die Hand nimmt und den Weg entlang begleitet.

    Ich war schon einmal an diesem Punkt. Vielleicht waren die Umstände anders, aber das Gefühl war gleich. Ich habe geliebt. Wirklich geliebt. Und es war hoffnungslos. Und es tat weh.
    Doch dann kam er. Vielleicht war es egoistisch. Am Anfang. Und ja, ich habe manchmal zurück geblickt. Am Anfang. Ich war unsicher auf dem Weg. Doch ich wurde sicherer, wusste, dass es der richtige Weg ist. Vielleicht war es nicht richtig. Weil ich mich emotional einfach zu sehr auf diesen Menschen, der mich den neuen Weg entlang führt, eingelassen habe. Vielleicht hätte ich warten sollen. Aber ich bereue es nicht, den Weg gegangen zu sein. Denn auch wenn er am Anfang noch parallel lief, er hat sich auf seine eigene Art und Weise weiterentwickelt. Und es war so schön.
    Aber jetzt. Jetzt bin ich wieder an diesem Punkt. Und es tut weh.
    Doch es ist weniger die Tatsache, dass ich an diesem Punkt bin, die weh tut, sondern vielmehr, dass ich innerhalb doch relativ kurzer Zeit, die gleichen Schläge in die Fresse bekomme.
    Es frustriert. Und es ist grausam. Innerhalb von weniger als zwei Jahren, zweimal in diesen emotionalen Zustand versetzt zu werden... Und dann die Fragen. Warum es so ist. Warum es scheinbar immer wieder passiert. Liegt es an mir? Bin ich nicht stark genug? Empfinde ich einfach zu heftig? Ich weiß es nicht.

    Ich will doch einfach nur glücklich sein. Ich will nicht mehr dieses Gefühl haben, dass es mich von innen zerreißt. Ich will lieben. Und endlich auch geliebt werden. Und nicht im Jahrestakt an diesen Punkt zurückgeschleudert werden. Was mach ich nur falsch? was verdammt noch mal geht jedes Mal schief? Warum kann ich nicht einfach geliebt werden?
    Warum muss es immer so hoffnungslos sein? Warum?

  • ...

    Da ist etwas in mir und es zerreißt mich. Zerfrisst mich. Es versteckt sich, um mich sicher fühlen zu lassen, fühlen zu lassen, dass ich es überstanden habe, nur um dann, mit voller Wucht, wieder auszubrechen. Und nichts, nichts kann es aufhalten, alles habe ich versucht, nichts hat geholfen, immer kommt es wieder. Immer und immer und immer.

    Ich hab keine Bock mehr auf Liebe und so'n Quatsch. Ist doch eh alles nur fürn Arsch. Wozu sich darauf einlassen, wenn nachher doch wieder alles kaputt ist. Und jedes mal immer wieder mehr weh tut. Wozu? Sich auf die Liebe einzulassen ist doch nur eine gebilligte Form der Selbstverstümmelung.

  • Gedankenchaos³

     

    Ich will wieder kochen. Feiern gehn. Zu Hause bleiben. Bier trinken. Rauchen. Lieder im Kopf entwerfen. Spazieren gehn. Mist labern. Diskutieren. Musik entdecken. Auf Konzerte gehn.

    Irgendwie tut es manchmal immer noch weh. Nicht mehr so schlimm, wie am Anfang. Ich denke auch nicht mehr die ganze Zeit daran. Es ist viel mehr so, dass es in manchen Momenten wieder hoch kommt. Diese Momente werden zwar immer seltener. Aber wenn sie kommen, ist es mit jedem Mal um so schlimmer. Dabei sind es Banalitäten. Dinge, die es zwar Wert sind ausgesprochen zu werden, aber eigentlich nicht, dass man so sehr darüber nachdenkt.

    Ich weiß noch, wie wir da an der Sieg saßen, diesen Bussard (oder so was) beobachtet haben, wie er sich einen Fisch fängt und dann weg fliegt, und darüber geredet haben, dass wir beide mal wieder Lust hätten richtig chinesisch essen zu gehen. Und ich meinte noch, wenn wir es noch drei Monate zusammen aushalten, könnten wir ja zum Einjährigen essen gehen. Und er meinte, wir könnten auch einfach mal so essen gehen. Gegangen sind wir nie. Und als er mir vorhin sagte, dass er in letzter Zeit ziemlich oft chinesisch essen gegangen ist, mal alleine, mal mit anderen. Ich weiß nicht. Das war eines dieser Dinge. Die eben ausgesprochen werden, aber eigentlich nur nebenbei. Aber für mich? Es ist nicht so, dass ich bewusst die ganze Zeit darüber nachdenke.
    Es sind eben nur Gefühle, die wie Blasen die ganze Zeit in mir herum schwirren, und erst dann, wenn sie platzen, bewusst werden.
    Und es ist nicht so, dass es mich stört, dass er essen gegangen ist. Oder mit wem.
    Es ist vielmehr die Tatsache, dass es nicht mit mir war, wo wir uns doch noch im Frühling darauf gefreut haben. Ich weiß nicht. Es weckt so ein absolutes Gefühl. Ein Gefühl, dass ich wirklich kein Teil mehr bin. Kein Teil mehr von einem Ganzen.
    Ich meine, natürlich war es mir vorher schon bewusst. Eigentlich. Aber solche Kleinigkeiten machen es irgendwie noch bewusster. Schon merkwürdig. Und im kompletten Kontrast dazu steht das Gefühl - welches ich eigentlich immer noch nicht wirklich benennen kann - als er  meinte er wolle chinesisch kochen, und ich sagte, dass es im Lidl momentan Mungobohnenkeimlinge und Chow Mein Nudeln gibt, und er nur meinte, dass er dies wüsste und die schon längst gekauft hätte. Ich weiß nicht genau... Es war die Tatsache, dass wir, trotz dem, dass wir keinen bzw. nur quasi "beruflichen" Kontakt haben, die gleiche Idee hatten, und die gleichen Sachen gekauft hatten. Und ich weiß gerade wirklich nicht, ob ich das, was ich sagen will, wirklich ausdrücken kann. Wir haben, völlig unabhängig voneinander, dieselben Sachen gekauft.
    Und das ist eigentlich so banal, dassich wirklich nicht verstehe, warum ich mir solche Gedanken darum mache.
    Ich meine, wir haben zusammen gekocht, und das eigentlich in einem wirklich perfekten Team, wir hatten denselben Geschmack, also ist es doch eigentlich nur logisch, dass wir zufällig gerade mal die gleichen Zutaten für ein Essen gekauft haben.
    Aber irgendwie. Mache ich mir trotzdem Gedanken darüber. Und es verwirrt mich. Oder vielmehr: Es verstört mich. Weil es mich irgendwie doch wieder aus der Bahn wirft. Zumindest ansatzweise. Schließlich schreibe ich gerade wieder darüber. Dabei wollte ich es eigentlich nicht. Wollte nicht mehr darüber schreiben. Einerseits, weil ich mich auch selbst nicht mehr damit beschäftigen wollte und eigentlich auch will, weil es mich einfach zu fertig macht, mich zu sehr verletzt, mir zu sehr bewusst macht, dass ich wirklich vermisse. Und zum Anderen, weil er nicht will, dass ich persönliches Zeug über ihn hier schreibe. Aber ich mache es trotzdem. Obwohl ich, sozusagen "Angst" vor der Reaktion habe.
    Nicht davor, dass er sich beschwert, denn ich denke, ich habe hier nichts anderes als Tatsachen geschrieben, und der Rest, der mir selbst noch nicht ganz klar ist, der betrifft - jetzt - nur noch mich, denn es ist mal wieder, nur noch mein Chaos, was in meinem Kopf herrscht.
    Ich habe vielmehr Angst davor, dass er, falls er das hier liest, mir noch nicht einmal mehr ab und zu solche Banalitäten erzählt. Weil mich ja offensichtlich auch solche Banalitäten zum Nachdenken, zum Vermissen, bringen. und er das nicht will.
    Und ich vermisse wirklich immernoch so schrecklich. Ja, es ist wirklich nicht mehr jeden Augenblick so. Und es ist wirklich selten geworden. Aber wie schon gesagt. Es kommt doch immer wieder.

    Achja, noch ein Grund, warum ich dies hier in den Blog schreibe, obwohl er es eigentlich nicht wollte:
    Ich weiß eben nicht ob ich mit ihm darüber reden will. Weil ich Angst hab, dass es selbst diesen spärlichen Kontakt, den wir haben, kaputt machen könnte. Weil, noch weniger geht nicht. dAs kann ich nicht. Wirklich.
    Aber ich muss es los werden. Natürlich ich könnte es auch in ein Tagebuch oder sonstiges schreiben. Aber das schizophrene ist ja: Ich will eigentlich schon, dass er weiß, was in meinem Kopf abgeht, aber es soll mehr, wie eine Art Hintergrundinfo sein, die man eben bekommt, und nichts worüber man wieder sprechen müsste. Ich will nicht, dass wir uns wieder streiten. Wegen so einem Kram.

    Ich bin wieder einen Schritt zurück.
    Ich spreche die Menschen nicht darauf an, sondern schreibe es in meinem Blog, anstatt es vollkommen für mich zu behalten.
    Aber warum sollte ich ihn auch darauf ansprechen? Ich meine... Es betrifft ja wirklich nur noch mich. Es sind Dinge die mich beschäftigen, mich zum Nachdenken bringen, mich wieder solche Dinge fühlen lassen.
    Und wenn ich ihn darauf anspreche, höre ich ja doch wieder das Gleiche.
    Was nicht schlimm ist, ich habe es ja auch verstanden, ich weiß das da nichts mehr geht und so weiter, aber es beschäftigt mich trotzdem.
    Aber das heißt nicht, das ich das Gleiche wieder hören will, weil es mir doch nur wieder weh tut.
    Ich mache mir keine Hoffnungen mehr.
    Ich hab aufgehört damit.
    Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es trotzdem nicht einfach so an mir vorbei geht.
    Ich hab einfach keinen Bock, immer wieder die selbe Abfuhr zu bekommen. Aber ich muss es trotzdem irgendwie aussprechen. Das ich alles in mich reinfresse ist vorbei. Nur das mit dem Reden funktioniert nicht mehr.

    Ich weiß immer noch nicht, ob ich auf seinen Geburtstag kommen "darf" oder nicht. Er redet immer wieder darüber, was er vielleicht machen will oder was nicht.
    Aber er hat nichts diesbezüglich gesagt. Und ich traue mich irgendwie nicht  zu fragen. Ich hab Angst davor, dass er sowas sagt wie "Nee lieber nicht" o.Ä.

    Das Gefühl, dass es ihm eigentlich gut geht, so wie es ist, und ich hier sitze und solche Dinge fühle, macht mich irgendwie fertig. Weil einfach alles so ohne Hoffnung ist. Und ich trotzdem nichts dagegen machen kann.

     

  • There's really no way to reach me

    The day's last one-way ticket train pulls in
    We smile for the casual closure capturing.
    There goes the downpour
    Here goes my fare thee well

    There's really no way to reach me
    There's really no way to reach me
    There's really no way to reach me
    ‘Cause I'm already gone

    There's only so many words that we could say
    Spoken upon long-distance melody.
    This is my hello
    This is my goodness

    There's really no way to reach me
    There's really no way to reach me
    There's really no way to reach me
    ‘Cause I'm already gone

    Maybe in five or ten yours and mine will meet again
    Straighten this whole thing out.
    Maybe then honesty need not be feared as a friend or an enemy
    But this is the distance
    And this is my gameface

    There's really no way to reach me
    There's really no way to reach me
    Is there really no way to reach me
    Am I already.....

    So this is your maverick
    And this is Vienna

  • Sehnsucht

    Ich vermisse so sehr. Gerade in diesem Augenblick.
    Vermisse. So sehr. Immer mehr. Und mehr. Sehne mich. So sehr.
    Es zerreißt mich. Zerfetzt mich. Von innen.
    Und alles was übrig bleibt.
    Stumpf und dumpf und tot.
    Ich vermisse. Ich brauche. Ich liebe.
    Aber ich lebe nicht mehr. Alles einfach taub. Leer.
    Spüre nichts. Nichts mehr.
    Außer, dass ich vermisse, und brauche, und liebe.
    Und diese gottverdammte Sehnsucht.

  • "You found me"

    Ich mag dieses Herbstwetter nicht. Irgendwie macht es einen melancholisch, nicht wahr? Dieses erahnte Gefühl von Winter.
    Wenn man am liebsten den ganzen Tag gemütlich zu Hause bleibt. Am liebsten nicht alleine.

     

  • Der Panther

    Der Panther

    Im Jardin des Plantes, Paris

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.

    Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

  • Ich will bei dem ganzen anti noch ein bisschen liebe.

    Ich weiß, ich sollte hier nicht mehr darüber schreiben. Über uns. Aber dies wird auch der letzte Beitrag diesbezüglich sein. Und im Endeffekt... Schließlich schreibe ich hier eigentlich mehr über mich. Über meine Gefühle. Wie ich das alles sehe.
    Mir ist das alles nicht egal. Ich kann es einfach nicht einfach so zu Ende gehen lassen. Ich bin auch müde. Ich hab auch keinen Bock mehr auf  den ganzen Stress. Diese ewige hin und her macht mich auch fertig. Jedes mal frage ich mich, was wieder schiefgelaufen ist. Und eigentlich. Ich bin zu müde, um dafür weiterzukämpfen. Aber. Ich kann nicht anders. Ich kann nicht aufgeben. Es geht nicht. Dafür ist das alles zu wichtig, zu wertvoll.
    Ja, ich habe auch Angst vor dem Alleinsein.
    Aber das ist es nicht, warum ich das alles mache. Warum ich nicht aufhören kann. Mal ehrlich, wenn es wirklich nur das wäre, könnte ich dem doch eigentlich einfach Abhilfe schaffen. Wäre es nur das, bräuchte ich nicht dich dafür.
    Aber ich brauche dich. Deine Nähe. Deine Freundschaft. Und am liebsten noch viel mehr.
    Wenn ich sage "lass mich nicht allein", habe ich nicht Angst davor "allein" zu sein. Sondern, ohne Dich.
    Auch wenn du es vielleicht nicht glauben kannst, und auch wenn es unglaubwürdig klingt.
    Aber ich liebe dich. Trotz alledem.
    Ja, ich habe gesagt, dass ich darüber hinweg bin. Mehr oder Weniger.
    Vielleicht könnte ich das auch. Aber ich will es nicht.
    Verstehst du es denn nicht? Wenn du mir doch so wichtig bist, wie kann ich dich dann einfach vergessen wollen?

    Ich weiß selbst nicht, wie das funtkionieren soll. Wie ich mir das vorstelle. Keine Ahnung.
    Und das alles nimmt mich mit. So sehr.
    Besonders, weil ich dich nicht mehr habe, um mich sicher zu fühlen.
    Weil du nicht mehr bei mir bist.

    Ich vermisse das alte. Ich will es wieder wie früher haben. Ich will bei dem ganzen anti noch ein bisschen liebe.

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